Idee

Der Gedanke eines Ost-West-Kompetenzzentrums wurde erstmalig im Rahmen einer erarbeiteten Machbarkeitsstudie eines Modellprojekts "Unternehmens- und Existenzgründerraum Hochfranken" im Jahre 1997 diskutiert. Das damalige Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen hat in Verbindung mit dem Kuratorium Hochfranken (neu: Wirtschaftsregion Hochfranken e.V.) und der Euregio Egrensis diese Studie der RRV - Gesellschaft für Raumanalysen, Regionalpolitik und Verwaltungspraxis GmbH - mit dem Ziel in Auftrag gegeben, die Region Hochfranken zu einem gründungs- und investitionsfreundlichen Standort auszubauen. Dabei stieß bei den politischen Entscheidungsträgern in der Region Hochfranken der Vorschlag eines Leitprojektes "Errichtung eines World-Trade-Centers Hochfranken" auf besonderes Interesse, was im Mai 1998 zur Bildung eines Lenkungsausschusses für dieses Leitprojekt führte. Dieser Lenkungsausschuss wählte zur näheren Bezeichnung des Projektes den Arbeitstitel "Ost-West-Kompetenzzentrum" und konkretisierte die Stadt Marktredwitz als Standort.

Nach dem Wegfall des "Eisernen Vorhangs" hat sich das Verhältnis der ehemaligen Ostblockländer zu ihren westlichen Nachbarn grundlegend gewandelt. Je nach politischer und historischer Lage entwickelte sich dabei entweder vollkommen Neues oder es wurden alte Beziehungen wiederbelebt. Im Falle der weitgefassten Region Egerland bestand hier der Glücksfall besonders reichhaltiger, traditionell guter Beziehungen über die Grenzen hinweg. Zwar gab es dabei selbstverständlich einige Veränderungen, doch eine solide Basis war vorhanden, was nicht zuletzt ausschlaggebend für die Gründung und den Erfolg der Euregio Egrensis war.

So ist es nur natürlich, wenn gerade diese Region als Keimzelle für die Wiederbelebung eines intensiven Ost-West-Austausches auf wirtschaftlicher, politischer und kultureller Ebene fungiert. Vor diesem Hintergrund wurde als geeigneter Standort für das Kompetenzzentrum die ehemalige Egerer Exklave Marktredwitz gefunden.

Herr Staatsminister a.D. Dr. Wiesheu stellte in der Pressemitteilung vom 07.04.1999 heraus, dass mit dem Ost-West-Kompetenzzentrum die wirtschaftliche Attraktivität des gesamten bayerisch-tschechischen Grenzraumes gestärkt wird und sich somit die Voraussetzungen für die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen west- und osteuropäischen Unternehmen maßgeblich verbessern werden. Dieser Herausforderung stellt sich das Kompetenzzentrum in Marktredwitz mit der Zielsetzung, dass im Ost-West-Kompetenzzentrum Unternehmen angesiedelt werden sollen, welche durch ihren Geschäftszweck und aufgrund ihrer Geschäftspolitik dazu beitragen können, die wirtschaftlichen Ost-West-Beziehungen nachhaltig zu beleben. Die Bündelung der für diesen Zweck vorhandenen Kompetenzen einzelner Unternehmen unter einem Dach bietet eine ideale Voraussetzung für die Nutzung von Synergieeffekten. Aufgrund der Konzeption des Ost-West-Kompetenzzentrums können allgemein erforderliche Leistungen zentral und damit kostensparend erbracht werden. Das Ost-West-Kompetenzzentrum stellt eine ideale Plattform für alle Unternehmen dar, die bereits jetzt eine Ost-West-Orientierung aufweisen bzw. diese anstreben. Zielsetzung ist, das Ost-West-Kompetenzzentrum zu einem wichtigen und kompetenten Ansprechpartner für alle Fragen, welche im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen west- und osteuropäischen Staaten stehen, zu entwickeln.

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